Weich ist das neue Hart

Wie läuft Morgan Green?

Stell Dir vor, Du spazierst durch einen nordamerikanischen Wald, die Sonne scheint, du hörst einen Fluss plätschern, die Vögel zwitschern. Du schaust Dich um, genießt den Moment. Im Augenwinkel siehst Du eine junge Frau. Sie sitzt im Fluss. Mit ausgestreckten Beinen. Keine Sorge, das ist Morgan Green, das macht sie öfter und es geht ihr gut. Sie ist Trail Runner und zu der Fluss-Situation kommen wir später nochmal.

Du möchtest noch mehr wissen?

Unser kostenloser Health Coach hilft Dir, alle für Deinen Körper wichtigen Nährstoffe zu verstehen und mit einfachen Empfehlungen, Tips und personalisierten Rezepten zu verbessern. Hol' Dir die App

myFitness

Teste wichtige Biomarker, die Deine körperliche Fitness beeinflussen können. Dazu geben wir Dir individuelle Empfehlungen, wie Du noch fitter wirst.

Trail Running fasst jede Art des Laufens abseits von asphaltierten Straßen zusammen. Die 28-jährige US-Amerikanerin Morgan Green läuft durch verwachsenes Gelände der Süd-Appalachen, über Felshänge in Kentucky und durch Parks in ihrem Heimatstaat Ohio.

Sie hat schon an vielen verschiedenen Marathons teilgenommen, aber Trail Running gefällt ihr am besten, sagt Morgan: “Das ist eine völlig andere Herausforderung, die mir einen ordentlichen Adrenalin-Kick gibt. Wenn Du durch den Wald läufst, musst Du Dich auf alles konzentrieren. Da wird Laufen nie langweilig.”

Trail Running beansprucht zusätzliche Muskelgruppen, die beim Laufen auf Asphalt normalerweise nicht gebraucht werden. Das stärkt den Körper und trainiert die Balance. Vor allem durch das Springen und Ausweichen über Wurzeln und Steine. Auf dem weichen Boden werden zudem die Knie und Hüfte weniger belastet: “Dadurch halte ich länger durch und die Ermüdung, die ich sonst auf hartem Boden habe, bleibt länger aus.” Morgan empfiehlt einen Trainingsmix auf festem und auf weichem Untergrund: “Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Mix am besten hilft, Ausdauer, Kraft und Balance aufzubauen.” Außerdem hat Morgan noch weitere Tipps:

  • Krafttraining in der Natur, um die Rumpfmuskulatur zu stärken und Verletzungsrisiko zu minimieren
  • zusätzlich andere Sportarten, um verschiedene Muskelgruppen fit zu halten
  • vitaminreiche Ernährung, aber keine Angst vor Fett und Kohlenhydraten

Morgan läuft so gut wie jeden Tag. Auch bei 32° Celsius. Und kürzlich wird sie an einem 160 Kilometer Lauf teilnehmen. Sie ist gut trainiert und abgehärtet. Aber nach 90 Kilometern tun auch ihre Beine weh. Dann hilft eine kleine Pause im Fluss. Sie setzt sich hinein, streckt die Beine aus und kühlt sie. Das beruhigt die Muskeln. Denn aufhören zu laufen, kann Morgan nicht.